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Rettungswachen

Von den RTW-Standorten wurden für das Jahr 2020 insgesamt 866.346 Datensätze von Notfalleinsätzen an die SQR‐BW geliefert – ca. 20.000 mehr als 2019. Bis auf Bad Krozingen Medi, Stuttgart Filderwache und Gengenbach MHD wurden von allen Rettungswachen Daten an die SQR-BW geliefert. Um Doppelzählungen zu vermeiden, werden vorrangig Einsätze ohne Notarztbeteiligung in die Auswertungen einbezogen. Da diese Zuordnung allein anhand der zugehörigen Leitstellendatensätze zuverlässig möglich ist,

muss die Verknüpfbarkeit der Datensätze gegeben sein. Die für die Auswertungen 2020 herangezogenen 627.240 Datensätze stellen somit Einsätze ohne Notarztbeteiligung und Einsätze, bei denen aufgrund fehlender Verknüpfung eine Notarztbeteiligung nicht erkannt werden kann, dar. Dies sind über 4.400 Datensätze weniger als 2019 (-0,7 %).

Vollzähligkeit

Die Vollzähligkeit wird auch hier durch einen Abgleich mit den Daten der jeweiligen Heimatleitstelle ermittelt, indem geprüft wird, ob die Daten aller RTW-Einsätze geliefert wurden. Hierzu werden alle eindeutigen Leitstellendatensätze tatsächlich ausgerückter, innerhalb des Leitstellenbereichs stationierter RTW als Soll herangezogen. Eine Vollzähligkeit kleiner als 100 % bedeutet, dass für einen Standort weniger RTW-Datensätze vorliegen (Notfallrettung und Krankentransport), als in den Leitstellendaten von Rettungsmitteln dieses Standorts Datensätze vorhanden sind.

Die rechnerisch ermittelte Vollzähligkeit der für das Jahr 2020 an die SQR-BW gelieferten RTW-Daten beträgt knapp 92 %. Hierbei konnte erstmalig auch der Anteil von mit RTW durchgeführten Krankentransporten berücksichtigt werden, wenngleich die hierfür erforderlichen Datensätze noch nicht von allen Standorten für das ganze Jahr geliefert wurden. Die tatsächliche Vollzähligkeit der Notfallrettungsdaten dürfte somit noch immer höher liegen, als rechnerisch ermittelt. Wie bei den Notarztdaten ist auch hier die nicht mögliche Berechnung im RDB Mannheim zu berücksichtigen.

Verknüpfbarkeit

Wie die Notarztdatensätze werden auch die MIND-Daten von RTW auf Grundlage einer eindeutigen Auftragsnummer mit den zugehörigen Leitstellendaten verknüpft. Bei den für 2020 vorliegenden Daten ist eine Verknüpfung in 92 % der Fälle möglich. Das sind 5 % mehr als im Vorjahr. Ursächlich hierfür dürften in mehreren Rettungsdienstbereichen Verbesserungen der Schnittstelle zwischen Leitstellen- und RTW-Dokumentationssystemen sein.